Wurde hier ein Handy mit einer Maus gekreuzt, um eine neue Multimediasparte zu kreieren? Natürlich nicht! Aber das Design der ungewöhnlich gestalteten Naga Maus weckt zunächst eine solche Assoziation. Hauptverantwortlich hierfür ist ein großes Tastenfeld an der linken Mausseite mit Ähnlichkeit zum Zahlenblock eines Taschenrechners oder Telefons. Sinn und Zweck dieser einzigartigen Gestaltung ist die Unterbringung einer großen Tastenanzahl.
Dieses Merkmal soll vor allem eine spezielle Kundengruppe ansprechen - Online-Rollenspieler. In keiner anderen Gaming-Kategorie wird eine vergleichbar große Tastenanzahl belegt und für ein effektives Spiel benötigt - Angriffe, Skills, Buffs, Inventar, getragene Ausrüstung, Chat, Attribute, Fähigkeiten, Fertigkeiten, Berufe, Tiere, Shop und viele weitere Funktionen gilt es hier zu beherrschen.
Bei dieser Flut an Steuerungsbefehlen geht der Überblick schnell verloren und im entscheidenden Moment damit eventuell die passende Aktion oder Reaktion. Moderne Makrofunktionen an Tastaturen können dieses Problem zwar verringern, aber nicht vollständig beheben. Ein Grund hierfür ist die ungleiche Arbeitsverteilung zwischen den Händen: Da die meisten Funktionen über die Tastatur gesteuert werden, muss die entsprechende Hand oft größere Bewegungen ausführen, was zu Lasten der Präzision und Geschwindigkeit geht.
Die Naga korrigiert dieses Ungleichgewicht und ermöglicht eine bessere Aufteilung der Funktionen und damit der physischen Beanspruchung. Somit können beide Hände mehr Befehle auslösen, das zu steuernde Tastenfeld auf der Tastatur wird kleiner, Fehleingaben minimiert und die Geschwindigkeit maximiert.
Das Design der für Rechtshänder optimierten Maus zeigt deutliche Anleihen an anderen Modellen von Razer, beispielsweise dem Technologieträger Mamba. Die elegant geschwungene Form besitzt ebenso eine Taillierung, ist hinten jedoch deutlich bauchiger als die Schwestermodelle. Dies resultiert aus dem notwendigen Höhenzuwachs, um die seitlichen Tasten unterzubringen. Insgesamt ist das ergonomische Layout sehr bequem und ermöglicht ausdauernde Spiele-Sessions und eine gute Erreichbarkeit der Tasten.
Seitlich sind drei Schalterreihen mit einer Gesamtzahl von zwölf Tasten verbaut, die mit dem Daumen bedient werden. Neben den beiden Haupttasten befinden sich im linken oberem Eck zudem zwei kleinere Tasten. Das Mausrad ist vergleichbar groß, an den Rändern beleuchtet und mit einer präzisen Rasterung ausgestattet.
Mit diesem Arsenal kann eine enorme Bandbreite an individuell konfigurierbaren Belegungen und Makros erstellt werden, wobei mehrere Profile die Möglichkeiten nochmals vervielfachen. Für die MMORPG´s World of Warcraft und Warhammer Online stehen einfach zu bedienende Ingame Drag-and-Drop Tastenbelegungsmenüs zur Verfügung.
Doch nicht nur bei der Steuerung und Ergonomie setzt die Naga Bestmarken. Offensichtlich wurde derselbe Lasersensor verbaut, der schon in der Mamba zum Einsatz kommt, was eine unglaubliche Maximalauflösung von 5.600 DPI erlaubt. Selbst sehr schnelle Bewegungen werden damit ultra-präzise umgesetzt und auch das Spielen mit extrem hohen Auflösungen beispielsweise bei einem Tripple-Monitor-System ist möglich. Die speziellen Mausglides bestehen aus einem Teflonverbund, der neben einer hohen Gleitfähigkeit und guter Haltbarkeit für besonders niedrige Bewegungsgeräusche sorgt.
TECHNISCHE DETAILS
Maße: 69 x 42 x 116 mm (BxHxT)
Auflösung: 125 bis 5.600 DPI
Tasten: 17 (Programmierbar)
Anschluss: USB
USB-Signalrate: 1.000 Hz
Kompatibilität: Windows XP, Vista, 7 (je 32/64bit); Mac OS X ab (10.4)
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